*LOP = Leistungsoptimierungsprogramm begrenzt die Leistungsspitzen von bestimmten Geräten für eine vorgegebene Zeit, sobald der Leistungsbezug die definierte Grenze überschreiten droht. In der Gastronomie entstehen hohe Leistungsspitzen (kW) durch den gleichzeitigen Betrieb leistungsstarker Apparate und Maschinen in der Küche und Lingerie.


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Hotelfamilie Hauser geht mit gutem Beispiel voran

Marinda und Markus Hauser, Hotelbesitzer vom Hotel Hauser in St. Moritz.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die Energieberatung 1to1 energy e-help stellte Programmierfehler eines Leistungsoptimierungsprogramms fest und brachte dem Hotelbesitzer eine klar kalkulierbare Ersparnis.

Energiekosten können in Hotels bis zu fünf Prozent des Umsatzes ausmachen. Kochen, Kühlen, Wäschepflege oder Wassererwärmung sind energieintensiv. Durch organisatorische, technische und bauliche Massnahmen können die Energiekosten massgebend gesenkt werden – ohne Abstriche im Komfort der Gäste. Das hat auch die Familie Hauser, Besitzer vom Hotel Hauser in St. Moritz, dank der 1to1 energy e-help Beratung erlebt.

„Als ich im August 2008 die Nachricht bekommen habe, dass ich einen Wettbewerb in der hotelrevue und damit eine Energieberatung der BKW gewonnen habe, habe ich mich sehr gefreut. Erstens gewinne ich nie etwas und zweitens beschäftigen wir uns – ich und meine Frau – intensiv mit den Themen alternative Energien und Energieeffizienz. Die Beratung ist, würde ich sagen, genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen und hat uns auf weitere Sparpotenziale aufmerksam gemacht,“ fasst Herr Hauser kurz zusammen.

Doch, wie soll man sich eine solche Beratung vorstellen? Und: Beraten ist gut, aber Umsetzen ist noch besser.

Ende September füllte Herr Hauser als eine Vorbereitungsaufgabe einen Fragenbogen aus. Gefragt waren z. B. die Betriebsgrösse, Anzahl der Mitarbeitenden, Öffnungszeiten, der Umsatz oder Energiekonsum. Gleichzeitig studierte das BKW-Beratungsteam die Unterlagen zum Energieverbrauch. Das Resultat war eine grobe Analyse des Stromverbrauchs der letzten drei Jahre, die Beurteilung des aktuellen Stromproduktes und erste Stromspar-Tipps.

In einem zweiten Schritt besprach das Beratungsteam die Grobanalyse mit Herrn Hauser vor Ort und machte einen Rundgang durch das Hotel, Restaurant und die Confiserie. Herr Hauser erklärte, wie der Betrieb prozessmässig, personell und technisch funktioniert. Das Beratungsteam nahm alle technischen Geräte auf. Da sich die Familie Hauser mit dem Thema Energieeffizienz schon seit längerer Zeit beschäftigt, liess sie bereits ein Leistungsoptimierungsprogramm (LOP)* installieren.

Mit allen gesammelten Informationen erstellte das Beratungsteam eine Lastganganalyse. Sie zeigte die Leistungsspitzen, Grundlastenanteile, Tages- und Nachtenergie, sowie den Energieverlauf. Dabei kam heraus, dass die Familie Hauser in der letzten Zeit zusätzliche Geräte (Waschmaschine und Backoffen) mit total zusätzlich 35 kW Leistung anschaffte. Mit diesen zusätzlichen Geräten war das LOP über Weihnachten und Neujahr – die beste Auslastung des Hotels – überfordert.

Eine neue Programmierung musste her. Herr Hauser erstellte mit dem Beratungsteam eine Reihenfolge, in welcher welche Geräte ganz abgeschaltet werden können, wenn die definierte Höchstleistung (hier 120 kW) erreicht ist, ohne den Hotelbetrieb zu beeinträchtigen. Auch der Unterbruch in Minuten musste angepasst werden. Am 12. Dezember 2008 (kurz vor der kritischen Weihnachtszeit) wurde eine „Not-Aus Kurve“ programmiert: Dieses Umprogrammieren des bestehenden Programms führte zur Leistungsreduktion von 35 kW, was eine Ersparnis von 4´200 CHF pro Jahr ausmacht.

Das letzte Wort gehört Herrn Hauser: „Ich bin überzeugt, dass in jedem Betrieb Sparpotenziale versteckt sind. Es gibt laufend neue Technologien und effizientere Produkte und Geräte. Ich habe wieder etwas gelernt. Es liegt in der eigenen Verantwortung, den Betrieb auf den Vordermann zu bringen. Ich persönlich werde sicher noch weitere Empfehlungen umsetzen.“