Die Lastganganalyse zeigte, wie für eine Klinik typisch, keine grossen Abweichungen am Lastverlauf zwischen den Arbeitstagen und den Wochenenden. Ebenso war auch praktisch kein Unterschied zwischen dem Winter- und Sommerbetrieb festzustellen.
Die Detailberatung brachte ein jährliches wirtschaftliches Einsparpotenzial elektrisch von rund 133 MWh hervor. Dies entspricht einer Einsparung von CHF 25´500. Dafür sind einmalige Investitionen von CHF 14´500 notwendig.
Die wesentlichen Einsparpotenziale liegen bei:
• Optimierung der Anlagen (Messen, Steuern, Regeln, Lenken): Für die Regelung und Steuerung der haustechnischen Anlagen werden unterschiedliche Systeme verwendet. Diese sind teilweise. veraltet und es sind kaum noch Ersatzteile erhältlich Ein neues Konzept zur besseren Vernetzung der Anlagen wird erarbeitet. Anschliessend kann im Rahmen der ordentlichen Budgetplanung in Etappen der Ersatz und Umbau vorgenommen werden.
• Medizinal Gas, Druckluft
- Die Sauerstoffanlage soll von Flaschen auf Flüssigsauerstoff umgestellt werden. Ein Projekt dies betreffend ist bereits angelaufen.
- Optimierung der Druckluftanlage – Reduktion der Druckstufe und Optimierung der Laufzeiten.
- Aufbau einer Wärmerückgewinnung und Abgabe der Energie an das Warmwasser oder an die Luft in den Räumen des Untergeschosses.
• Gastronomie: Geräte, die mindestens eine halbe Stunde ausser Betrieb sind, abschalten und die Grossverbraucher gegenseitig verriegeln (z. B. Kombisteamer und Abwaschmaschine laufen nicht gleichzeitig).
• Industriemaschinen mit hoher Effizienz (Klasse A) und Motoren mit Klasse IE3 bei Neuanschaffungen berücksichtigen.
• Beleuchtung: Der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch ist mit 16% relativ hoch. Es brennen zu viele Lampen und diese werden noch manuell gesteuert. Eine Automatisierung mittels Bewegungsmelder oder einer tageslichtabhängigen Steuerung ist dort, wo sinnvoll, anzustreben.
• Kälteanlagen: Die Temperaturen anpassen, den Anteil der freien Kühlung erhöhen und die hydraulischen Wassermengen einstellen.
• Lüftungs- und Klimaanlagen: Optimierung der Laufzeiten und Ergänzung mit verschiedenen Grenzschaltungen wie z.B. mit einer CO2 Steuerung oder automatischen Nachtauskühlung.
«Ich habe eine Prioritätenliste erstellt, wo was anzupacken ist. Die Empfehlungen der BKW-Energieberater aus der Gesamtsicht haben mir hilfreiche Inputs und eine Bestätigung meiner Vorhaben geliefert», schliesst Herr Gruber ab.