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Mit gutem Beispiel voran: Mehr Fleisch am Knochen - dank effizientem Energieeinsatz

Metzgerei Krieg

Energiesparen ist in aller Munde. Erst recht bei energieintensiven Betrieben, bei denen der Anteil an Energiekosten entsprechend hoch ist. Verschiedene Branchenverbände, wie zum Beispiel auch der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF), setzen auf eine innovative Partnerschaft mit der BKW, um von der Energiekompetenz der BKW zu profitieren und durch den effizienten Umgang mit Energie die Energiekosten in den Betrieben zu senken. Dank dieser Partnerschaft haben sich drei Metzgereien für eine Energieberatung zur Verfügung gestellt. In Ihrer Vorbildfunktion wollen sie Ihren Berufskollegen aufzeigen, das auch sie mit einem kleinen Aufwand Energie und damit Kosten sparen können. 

Louis Junod, Fritz Wüthrich und Rolf Krieg haben ihre Vorbildfunktion wahrgenommen und ihre Metzgereien für die Energieberatung angemeldet. Die BKW hat alle Betriebsinhaber nach Bern eingeladen und ihnen die Beratungsresultate vorgestellt. Und die lassen sich sehen! Hier ein Vorgeschmack, wie einfach es ist, Energie zu sparen.

Gut für Umwelt und Portemonnaie
Bei der Metzgerei Wüthrich hat das BKW-Beratungsteam herausgefunden, dass bei der Boiler-Installation eine Schaltung installiert wurde, die tagsüber Wasseraufwärmung erlaubt (normalerweise passiert dies in der Nacht). Wird warmes Wasser tagsüber gebraucht, schaltet sich der Boiler ein und produziert das fehlende Warmwasser sofort nach. Und zwar mit dem teureren Tagesstrom. Bei einer Sperrung dieser Schaltung reduziert sich der jährliche Stromverbrauch von Herr Wüthrich um mehr als zwei Prozent.

Fritz Wüthrich kommentiert die Resultate: «Ich bin überzeugt, dass es in jedem Betrieb «versteckte Energieleichen» gibt, die durch eine solche Beratung zum Vorschein kommen. Jeder von uns kann einen auch nur so kleinen Beitrag zur Umweltverbesserung und für das eigene Portemonnaie leisten.» 

Kleiner Aufwand, grosser Ertrag
Louis Junod aus Sainte-Croix betreibt eine Metzgerei mit einem naheliegenden Schlachthaus. Geschlachtet wird jeweils am Montag. Dann laufen mehrere grosse Energieverbraucher gemeinsam, was zu hohen Leistungsspitzen – und damit hohen Leistungskosten – führt. Dank der Empfehlung, einige solche Geräte gegenseitig zu verriegeln, erreicht Herr Junod eine Ersparnis von 8,5% auf seinem jährlichen Stromverbrauch. Die Investition in diese Optimierungsmassnahme von 2´000 Franken zahlt sich für ihn in fünf Jahren zurück. Eine weitere Ersparnis erreicht er mit der Reduktion der Warmwassertemperatur. Das benötigte Warmwasser für die Produktion wird im Öl-Kombikessel aufbereitet. Er war auf 75 Grad eingestellt. Mit einem einmaligen Umprogrammieren des Kessels auf 65 Grad, was ausreichend ist, spart Herr Junod ohne grossen Aufwand zusätzlich pro Jahr 15% an Warmwasserkosten.

Das Beratungsteam hat auch den Verkaufsladen unter die Lupe genommen und festgestellt, dass der Laden durch Spots und Halogenlampen beleuchtet wird. Die Empfehlung lautet: Beim Wechsel auf LED Leuchten umsteigen.

Da Herr Junod am Montag schlachtet und ab Mitte Woche der Kühlraum im Schlachthaus halbleer steht, verfolgt er die Idee, das Fleisch in den Kühlraum vom Verkaufsladen zu lagern. Damit kann er den Kühlraum im Schlachthaus vom Mittwoch bis Sonntag automatisch abschalten und damit weitere, nicht unbedeutende Kosten sparen.

Fazit von Louis Junod: «Ich bin überrascht, dass die Energiefachleute auch in einem kleinen Betrieb Einsparungen finden. Viele kleine Massnahmen ergeben ein beachtliches Energieeinsparpotenzial.»

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Rolf Krieg von der Metzgerei Krieg AG in Kirchberg hat eine Bestätigung erhalten, dass er mit seinem Betrieb was Energieverbrauch betrifft auf dem richtigen Weg ist und dass die bereits getätigten Investitionen richtig waren. Das Beratungsteam fand noch weitere Einsparpotenziale.

Hat gut lachen ‒ die Metzgerei Krieg AG in Kirchberg wurde auf Herz und Nieren geprüft.
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Wie bei der Metzgerei Junod könnte Rolf Krieg mit der Verriegelung von grossen Energieverbrauchern rund 2,5% des jährlichen Stromverbrauchs einsparen (sein Betrieb ist grösser als der von Herrn Junod). Somit wird sich diese Investition innerhalb von drei Jahren bezahlt machen. Eine weitere Möglichkeit, Energiekosten einzusparen ist, den Kompressor in der Druckluftmaschine ausserhalb der Öffnungszeiten durch eine Schaltuhr (Kosten ca. 700 Franken) automatisch ausschalten zu lassen. Die Berechnungen zeigen, dass damit bis zu 420 Franken im Jahr gespart werden kann. Und zwar ohne Auswirkungen auf den Betrieb.

«Aufwand und Ertrag haben sich in jedem Fall gelohnt. Nun weiss ich sehr genau, wo in meinem Betrieb Sparpotenziale sind und wo ich bereits jetzt effizient arbeite.» kommentiert Rolf Krieg die Resultate der Energieberatung.