Wie soll Ihr Haus nach der Wärmedämmung aussehen?
Begnügen Sie sich nicht mit einer blossen Pinselrenovation, denn nur eine gute Dämmung der Fassade beseitigt die vielen Schwachstellen, verbessert das Klima im Haus und senkt die Heizkosten. Die Isolation der Fassade ist eine der wirksamsten Massnahmen, um den Energieverbrauch zu senken. Und sie eröffnet Ihnen die Möglichkeit, das Aussehen des Hauses zu verjüngen oder gar komplett zu verändern.
Manche Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer haben gewisse Vorbehalte gegenüber einer modernen Gebäudehülle, weil sie die Vorteile nicht aus eigener Erfahrung kennen. Dabei haben alle unsere Vorfahren versucht, möglichst dichte und behagliche Häuser zu bauen. Heute ist es möglich, das Klima im Haus vom Klima im Freien optimal zu trennen. Allerdings müssen die Arbeiten sorgfältig geplant und fachmännisch ausgeführt werden.
Dichte Mauern erhöhen die Behaglichkeit
Eine gute Isolation sorgt für eine gleichmässige Temperaturverteilung mit geringen Luftströmungen. Selbst bei tiefen Aussentemperaturen oder hohen Windgeschwindigkeiten fühlen wir uns behaglich – auch dann, wenn wir dem Rat der Fachleute folgen und die Heizung weniger stark aufdrehen als früher. Warum? Weil die Wände auf der Innenseite praktisch gleich warm sind wie die Raumluft. Bei schlecht oder gar nicht isolierten Häusern hingegen fühlen sich Wände und Fensterscheiben kalt an, und die Temperaturdifferenz kann an den kritischen Stellen 10 Grad und mehr betragen. Eine gute Wärmedämmung ist deshalb auch der beste Schutz vor Kondenswasser.
Dicker ist besser
Es lohnt sich, die Dämmung grosszügig zu planen, da der Preis des Dämmmaterials die Gesamtkosten nur unwesentlich beeinflusst. Fachleute empfehlen eine Dämmschicht von 16–20 cm mit einem U-Wert von maximal 0.2 W/m2K. Der U-Wert gibt den Wärmeverlust an und sollte deshalb möglichst tief sein. Wichtig bei der Dämmung sind aber auch die dichten Anschlüsse.
Um möglichst alle Wärmebrücken zu vermeiden, ist es sinnvoll, gleichzeitig die alten Fenster zu ersetzen. So können auch die Rollladenkästen und die Fensterlaibungen gedämmt werden.
Innen- oder Aussendämmung?
Diese Frage stellt sich selten. Denn die Dämmschicht wird in der Regel aussen angebracht, weil die Wohnfläche unverändert bleibt, die Wärmebrücken beseitigt werden können und das Haus auch während der Renovation bewohnbar ist. Die Innendämmung hat empfindliche Nachteile: Der Wohnraum wird merklich kleiner. Die elektrischen und sanitären Installationen müssen versetzt werden. Bei den Decken- und Wandanschlüssen entstehen neue Wärmebrücken. Vor allem aber müssten Sie immer mit dem Risiko leben, dass sich irgendwo doch Kondenswasser bildet. Eine fachgerechte Innendämmung ist jedoch bei denkmalgeschützten Häusern und anderen Spezialfällen oft die einzige Möglichkeit.
Empfohlene Dämmstärken
gut: 18–20 cm
sehr gut: 22 cm und mehr
Empfohlene U-Werte
gut: 0.19 W/m2K
sehr gut: 0.16 W/m2K
